LOGO FG Gesundheitspsychologie

DGPsLogo web

Die Fachgruppe Gesundheitspsychologie trauert um Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, der am 12. Juli 2018 im Alter von 71 Jahren verstorben ist.

Peter Schwenkmezger hat sich in vielfältiger Weise um die Fachgruppe verdient gemacht. Er war nicht nur Gründungsmitglied der Fachgruppe im Jahre 1992, sondern hat auch aktiv die Geschicke unserer Fachgruppe gelenkt. So hat er u.a. im Jahre 1995 die zweite Fachgruppentagung in Trier ausgerichtet und als Mitherausgeber im Jahre 1993 die Zeitschrift für Gesundheitspsychologie gegründet, dessen Herausgeberbord er bis zum Jahre 2000 angehörte. Peter Schwenkmezger hat damit entscheidend daran mitgewirkt, die Zeitschrift als die zentrale gesundheitspsychologische Zeitschrift im deutschsprachigen Raum zu etablieren. Dabei hinaus hat er sich immer auch für eine internationale Vernetzung der gesundheitspsychologischen Forschung stark gemacht. Auf europäischer Ebene gehörte er zu den Pionieren, die die European Health Psychology Society ins Leben gerufen haben, indem er 1988 gemeinsam mit KollegInnen die erste internationale Tagung in Trier organisiert hatte.

Von der Sportpsychologie und der differentialpsychologischen Forschung kommend hat sich Peter Schwenkmezger schon früh mit gesundheitspsychologischen Fragestellungen beschäftigt. Neben dem Zusammenspiel von Sport und Gesundheit, haben insbesondere die Bedeutung von Emotionen und ihrer Regulation für Gesundheit und Krankheit sein wissenschaftliches Interesse geweckt. Um den Zusammenhang von Ärgererleben und -ausdrucksverhalten und Blutdruck zu untersuchen, hatte er sich schon früh moderner Erfassungsmethoden wie Ambulatory Assessment und Monitoring bedient. Darüber hinaus hat er sich auch intensiv mit Fragen der Suchtprävention beschäftigt. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse hat er nicht nur in Fachzeitschriften, sondern auch in gesundheitspsychologischen Lehrbüchern und einflussreichen Monographien veröffentlicht. Das 1994 erschienene Lehrbuch der Gesundheitspsychologie prägte die weitere Entwicklung des jungen Faches in Deutschland. Seine Monographie zum Umgang mit Ärger prädestinierte ihn unter anderem dafür, das Amt des Präsidenten der Universität Trier zu übernehmen, das er dann zehn Jahre lang bis zu seiner Pensionierung sehr erfolgreich ausfüllte.

Peter Schwenkmezger war ein dem Leben und den Menschen äußerst zugewandter Mensch, er hatte eine sehr gesellige und ausgleichende Natur und war auch oft zu Späßen aufgelegt, so dass die Zusammenarbeit mit ihm nicht nur in wissenschaftlicher, sondern auch in menschlicher Hinsicht sehr bereichernd war. Als Mentor war er ein stets unterstützender Ratgeber, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer wissenschaftlichen Entfaltung tatkräftig unterstützte, auch in der Überzeugung, dass kreative und gute Forschung vor allem individuelle Freiheit braucht, die er auch stets gewährte. Peter Schwenkmezger hinterlässt eine große Lücke, und wir denken gerne an ihn.

Im Namen der Fachgruppe Gesundheitspsychologie

Michael Eid, Ralf Schwarzer und Petra Warschburger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.